Ich bin Sarah Jessica Mewes. Eine trans Frau, pansexuell, Autorin, Musikerin und Rednerin. Nichts davon steht allein, nichts davon ist bloß eine Ergänzung. All das bin ich gleichzeitig.
Dieser Blog erzählt deshalb nicht von einer einzigen Rolle. Er erzählt von einem Leben, in dem Transition, Weiblichkeit, Sexualität, Musik, Beziehungen, gesellschaftliches Engagement und persönliche Entwicklung ineinandergreifen. Manchmal leise, manchmal explizit, aber immer aus meiner eigenen Perspektive.
Warum ich schreibe
Ich schreibe, um sichtbar zu machen, was oft nur hinter vorgehaltener Hand erzählt wird. Über meine Transition und mein Leben als Frau. Über Liebe, Begehren und Verlust. Über Sexarbeit, BDSM und sexuelle Selbstbestimmung. Über Beziehungen, die sich einfachen Kategorien entziehen. Und über die Frage, wie ein Mensch zu sich selbst findet, ohne sich dafür kleiner machen zu müssen.
Meine Texte sind persönlich. Sie beanspruchen nicht, für alle trans Frauen, alle Sexarbeiter:innen oder alle Menschen im BDSM zu sprechen. Ich schreibe über mich, über meine Erfahrungen und über meine Sicht auf die Welt.
Gerade darin liegt für mich ihre Wahrheit.
Frau sein, ohne Fußnote
Meine Transition ist ein wesentlicher Teil meiner Geschichte, aber sie ist nicht meine gesamte Persönlichkeit. Ich bin nicht erst trans Frau und dann alles andere. Ich bin eine Frau, deren Biografie eine Transition enthält.
Darüber schreibe und spreche ich offen, weil Sichtbarkeit etwas verändern kann. Nicht durch allgemeine Erklärungen über trans Menschen, sondern durch eine konkrete Lebensgeschichte. Meine Geschichte.
Dazu gehören Freude, Zweifel und Veränderungen ebenso wie die Vorbereitung auf meine genitalfeminisierende Operation. Ich schreibe darüber nicht aus sicherer Entfernung. Ich schreibe aus einem Leben, das sich noch bewegt.
Selbstbestimmung ist nicht verhandelbar
Ich bin Feministin. Für mich bedeutet Feminismus auch, dass eine Frau selbst entscheiden darf, wie sie leben, lieben und ihre Sexualität gestalten möchte.
Meine Submissivität widerspricht meiner Selbstbestimmung nicht. Sie ist eine selbstbewusste Entscheidung und Teil meiner Sexualität. BDSM bedeutet für mich nicht Beliebigkeit und schon gar nicht den Verzicht auf Verantwortung. Es verlangt Kommunikation, Konsens, Vertrauen und die Freiheit, eigene Grenzen zu benennen.
Was zwei erwachsene Menschen informiert, freiwillig und auf Augenhöhe miteinander vereinbaren, gehört ihnen. Meine Texte dürfen persönlich und explizit sein, ohne dass daraus eine Einladung an alle entsteht. Offenheit ist keine Verfügbarkeit.
Musik aus meinem Leben
Viele meiner Texte und Kompositionen haben mich über Jahre begleitet. Mithilfe künstlicher Intelligenz konnte ich ihnen schließlich eine hörbare Form geben.
Mein erstes Album „Du darfst nicht“ umfasst 13 Lieder und drei zusätzliche Versionen. Es führt quer durch meine Lebensgeschichte und ebenso quer durch musikalische Genres. Die Lieder handeln von Selbstbestimmung, Begehren, Grenzen, Liebe, Sexarbeit, BDSM, Erinnerung, Verlust und Hoffnung.
Mein zweites Album entsteht während der Vorbereitung auf meine Operation im August. Es wird persönlicher, nachdenklicher und musikalisch geschlossener: ein Jazzalbum, ergänzt durch zwei filmische Scores. Es beschreibt keine abgeschlossene Vergangenheit, sondern meine gegenwärtige Gefühlswelt.
Meine Musik findest du auf Suno und auf meinem YouTube-Kanal.
Reden heißt, persönlich zu werden
Ich bin Rednerin und Mitglied bei Toastmasters. Meine Reden und Vorträge beschäftigen sich vor allem mit Transthemen, Sexarbeit, sexueller Gesundheit, Musik und meinem eigenen Leben.
Ich spreche nicht abstrakt über Menschen wie mich. Ich erzähle, wie es ist, ich zu sein.
Dabei erlebe ich immer wieder, dass gerade persönliche Geschichten einen Raum für Fragen und Begegnungen öffnen. Diesen Raum finde ich in meinem Heimatclub, der Kölner Sprechbar, in anderen Toastmasters-Clubs und bei öffentlichen Vorträgen.
- 2024–2025 als Area-Direktorin H3 für die Clubs im Köln-Bonner Raum
- 2025–2026 als Division-Direktorin A
- 2026–2027 als District 95 Club Coach Lead
Als Club Coach Lead begleite ich die Club Coaches, die kleinere und schwächere Clubs wieder stabilisieren. Der District 95 reicht derzeit von Deutschland über Skandinavien und das Baltikum bis nach Island, Grönland und zu den Färöer-Inseln. Dieses europäische Ehrenamt bildet heute den Schwerpunkt meines Engagements.
Engagement, das bleibt
Vier Jahre lang war ich Vorstandsmitglied im Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen. Heute unterstütze ich den Verband weiterhin als Mitglied, während der Schwerpunkt meiner ehrenamtlichen Arbeit zu Toastmasters gewandert ist.
Auch bei der Kölner Sprechbar war ich Vorstandsmitglied und bin ihr weiterhin als Mitglied verbunden.
Die Deutsche Gesellschaft für Trans*- und Inter*geschlechtlichkeit und den Bundesverband Trans* unterstütze ich als Mitglied. Beide Organisationen haben mich während meiner Transition begleitet und unterstützt. Mit meinem Beitrag helfe ich heute dabei, dass diese Arbeit auch anderen Menschen zugutekommt.
Meine längste Vereinsbeziehung besteht allerdings zum Katzenschutzbund Köln: 2025 waren es bereits 25 Jahre. Eine stille Silberhochzeit, von der ich selbst erst ziemlich spät erfahren habe.
Wege durch meinen Blog
Wer mich und mein Schreiben kennenlernen möchte, kann mit dem ersten Beitrag dieses Blogs beginnen: Dort erzähle ich, warum ich als trans Frau überhaupt schreibe.
Einen weiteren Zugang bietet meine Reihe „Die Geliebte“. In ihr wird besonders deutlich, wie ich heute über Beziehungen, Weiblichkeit, Begehren und die Räume zwischen gesellschaftlichen Erwartungen schreibe.
Der Blog verändert sich mit mir. Vieles begann als Versuch, Worte für mein Leben zu finden. Inzwischen ist daraus ein Ort geworden, an dem ich tiefer gehe und Dinge nicht mehr nur andeute.
Wo du mich findest
- Facebook – Sarah Jessica Mewes
- Facebook – Sarah Mewes Enterprises
- Bluesky
- Suno
- YouTube
Ich bin nicht nur eine Geschichte und nicht nur eine Rolle. Ich bin alles gleichzeitig. Und dieser Blog ist der Ort, an dem diese Teile nicht voneinander getrennt werden müssen.
